Aktuelle Infos zum Coronavirus
Bitte beachten: Bei Corona-Verdacht bleiben Sie bitte zu Hause, rufen Sie Ihren Arzt an oder die 116 117 oder nutzen Sie die neue Online-Selbstdiagnose. (Läuft nicht im Internet Explorer)

Für weitere Informationen zur Corona-Pandemie haben wir Ihnen diese Sonderseite eingerichtet.

Für unser medizinisches Personal: Hier geht's zum neuen PSA-Erklärvideo
Orthopädie und Unfallchirurgie Püttlingen

Orthopädie und Unfallchirurgie

Hüfte

siebel-visite
Visite auf Station
Beim Hüftgelenk handelt es sich, wie auch beim Schultergelenk, um ein Kugelgelenk. Kugelgelenke haben den Vorteil, dass sie sich dreidimensional bewegen können. Der Hüftkopf lagert in der Hüftpfanne des Beckens. Gegen ein Auskugeln ist das Hüftgelenk durch die stärksten Bänder des Körpers gesichert. Der Hüftkopf, wie auch die Hüftpfanne sind mit einer dicken Knorpelschicht überzogen

 Flyer Endoprothetikzentrum

Krankheitsbilder und Therapien im Bereich der Hüfte

Gelenkverschleiß (Arthrose / Cox-Arthrose)

Die häufigste Erkrankung der Hüfte ist der Verschleiß (Arthrose). Unter einer Hüftgelenksarthrose (Coxarthrose) sind alle degenerativen Erkrankungen des Hüftgelenkes zu verstehen, die zu einer zunehmenden Zerstörung des Gelenkknorpels unter Mitbeteiligung der Gelenkstrukturen, der Knochen, der Gelenkkapsel sowie der gelenknahen Muskulatur führen. Die altersbedingte Arthrose kann im Anfangsstadium durch konservative Therapien, wie Krankengymnastik, Bewegungstherapie (Physiotherapie) , Schmerzmedikation und Spritzen in das Gelenk behandelt werden.



Beweglichkeitsprüfung

Bei fortgeschrittener Arthrose hilft häufig nur der künstliche Gelenkersatz (Flyer: PDF).
Der konservativen Behandlung der Coxarthrose sind Grenzen gesetzt, da es kein Medikament gibt, das eine Erneuerung des verloren gegangenen Knorpels bewirkt und die durch Abnutzung bereits eingetretenen
Veränderungen am Gelenk beseitigt. Die konservative Therapie kann das Fortschreiten der Arthrose verzögern, aber nicht verhindern. So ist es eine Frage der Zeit, bis sich der Patient von sich aus für eine operative Behandlung entscheidet, die bei einer weitgehenden Zerstörung des Gelenkes in einer gelenkersetzenden Operation, also der Implantation einer Hüftendoprothese (Link) besteht. Ziel der Therapie ist es, Schmerzen zu lindern sowie die Lebensqualität, Beweglichkeit, Gehleistung zu verbessern und das Fortschreiten der Coxarthrose zu verlangsamen.

Gelenkersatz

Beweglichkeit und Mobilität sind Grundvoraussetzungen für ein aktives Leben. Diese Fähigkeiten möchten wir bei unseren Patienten mit der Implantation einer Hüftendoprothese wiederherstellen. Wir bieten verschiedene Modelle von Prothesen an (Flyer Endoprothetikzentrum). Entsprechend dem Alter des Patienten, der Knochenstruktur und der anatomischen Voraussetzungen wird die Prothese individuell angepasst, um ein optimales Ergebnis zu erzielen. 


op-ueberwachung_45731

Bei der Totalendoprothese wird sowohl der Hüftkopf, als auch die Hüftpfanne ersetzt.
Wir empfehlen, die Vor- und Nachteile der einzelnen Methoden gründlich abzuwägen. Dabei berücksichtigen wir Alter, Knochenqualität und den besonderen Zustand des Hüftgelenkes. In einem ausführlichen Gespräch beraten wir unsere Patienten und besprechen die am besten geeignete Vorgehensweise.

Titan-Hüftprothesen mit schonendem OP-Verfahren

Die neue Titan-Hüftprothesengeneration besteht aus einer Keramik-/Keramik-Gleitpaarung, die sich mit einem besonders schonenden OP-Verfahren einbauen lässt. Diese Prothesen lassen sich über einen sehr speziellen, vorderen seitlichen Zugang einbauen. Dabei werden die Weichteile besonders geschont: Weder Muskeln noch Sehnen werden abgelöst. Voraussetzung für diese Implantationstechnik sind Spezialinstrumente und spezielle OP-Tische, die während der Operation ein Umlagern des Beines bzw. der Hüfte ermöglichen. Sie helfen uns, durch einen kleinen Zugang die Implantate korrekt einzubringen.


Neue Hüftprothesengeneration

Eine wesentliche Voraussetzung ist hierfür ein großes Maß an Erfahrung. Bei sehr guten Knochenverhältnissen verwenden wir Kurzschaftprothesen, ansonsten Normalschaftprothesen aus Titan (die ca. 2,5 bis 3 cm länger als Kurzschaftprothesen sind). Die implantierten Hüftprothesen erlauben aufgrund der angebotenen Schaftvarianten die individuelle Anatomie des Patienten exakter als bisher wieder herzustellen. In letzter Konsequenz ist damit das Neuerlernen des Laufens nicht wirklich nötig, da die Winkelverhältnisse und damit die Bewegung des Hüftgelenkes nach der Operation praktisch identisch zum Ausgangsbefund bleiben. Der Vorteil bei dem Operationsverfahren besteht darin, dass unsere Patienten das Bein bereits am ersten Tag wieder voll belasten können. Sowohl Pfanne als auch Schaft, die in den Knochen einwachsen, bestehen aus Titan. Ein Inlay in der Pfanne und der Kopf auf dem Schaft bestehen aus Keramik. Es handelt sich dabei um eine spezielle Deltakeramikvariante, die man mit dem Hammer bearbeiten kann, ohne dass das Implantat splittert. Durch die minimal-invasive Technik bahnt sich der Operateur lediglich durch anatomisch vorgegebene Muskellücken einen Weg bis auf die Gelenkkapsel. Sehnen oder Muskeln müssen nicht durchtrennt werden. Damit verlieren unsere Patienten weniger Blut, haben nach dem Eingriff weniger Schmerzen und sind früher mobil.
Im operativen Austausch von gelockerten Kunstgelenken haben wir seit vielen Jahren große Erfahrung. Hier kommen Spezialkunstgelenke zur Anwendung, welche für die Wechseloperationen am besten geeignet sind. Dabei versuchen wir eine möglichst kleine Prothese einzusetzen, damit wir möglichst viel Knochen erhalten oder wieder aufbauen können.

Achsfehlstellung

Achsfehlstellungen durch angeborene oder erworbene Fehlstellungen der Hüfte (z.B. zu steile Hüftpfanne, zu steiler oder zu flacher Schenkelhalswinkel) können bei jungen Patienten zum Auftreten eines vorzeitigen Verschleißes und damit zur Prothesenimplantation (Titanhüftprothese) im jungen Alter führen. Durch gelenkerhaltende Eingriffe (Achskorrektur), mit der die Gelenkanatomie verbessert wird, können wir das verhindern und das Gelenk erhalten.




Dazu gehören:
Korrektur der Schenkelhalsstellung (intertrochantäre Umstellungsosteotomie)
Schwenkung der Hüftpfanne zur Verbesserung der Überdachung des Hüftkopfes (Beckenosteotomie)
Nach der Operation läuft der Patient an Unterarmgehstützen für 8-10 Wochen. Diese Operation vermindert die Schmerzen in der Hüfte. Je nach bestehendem Knorpelschaden kann die Hüfte 10 Jahre oder länger ohne eine Gelenkprothese auskommen. Abhängig von der bestehenden Vorschädigung ist allerdings die Prothesenimplantation (Titanhüftprothese) nur aufgeschoben und nicht verhindert.

Hüftkopf-Nekrose

Die Hüftkopfnekrose (Femurnekrose) ist eine Erkrankung des Hüftgelenkes, die sich mit stechenden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bemerkbar macht. Eine genaue Ursache ist bei vielen Patienten noch ungeklärt. Zur Diagnose setzen wir neben der Röntgen- auch eine MRT-Untersuchung ein.
Im Frühstadium kann mit einem minimal-invasiven Verfahren die Nekrosezone zur eigenen Regeneration des Knochens angeregt werden. 




Wenn die Hüftkopfnekrose zu weit fortgeschritten und das Hüftgelenk hierdurch stark beschädigt ist, hilft oftmals nur ein künstliches Hüftgelenk weiter.

Fehlbildung (Hüft-Dysplasie)

Durch eine Fehlform der Hüftpfanne, die den Hüftkopf nicht ausreichend überdeckt, kommt es zu Überlastungsschmerzen in Form eines stechenden Leistenschmerzes sowie eines seitlichen Hüftgelenksschmerzes, der dann die weitere Diagnostik erforderlich macht. Eine normale Röntgenaufnahme lässt in aller Regel die Diagnose einer möglichen Hüftdysplasie zu. Zur Behandlung des schmerzhaften Hüftgelenkes kommt eine seit über 30 Jahren bewährte Technik der operativen Hüftkorrektur, die sog. 3-fach-Beckenosteotomie, zum Einsatz. 




Hierbei wird der Darmbein-, Sitzbein- und Schambeinknochen durchgesägt, so dass die dann frei bewegliche Pfanne nach Neupositionierung an o.g. Knochen wieder neu fixiert wird.

Hüftkopfgleiten

Dabei handelt es sich meist um eine langsame, selten akute Lockerung der Wachstumsfuge am Hüftkopf-Schenkelhalsübergang, bei der sich der Hüftkopf auf dem Schenkelhals zwischen dem 10. – 16. Lebensjahr verlagert. Jungen sind etwa doppelt so häufig betroffen wie Mädchen. In 30 – 50 % der Fälle manifestiert sich die Erkrankung zeitlich versetzt an beiden Hüftgelenken.
Bei akutem, starkem Abrutschen des Hüftkopfes kann dieser die ernährenden Blutgefäße zerreißen. 


hueftkopfgleiten_45736

Ein Absterben des Hüftkopfes mit ungünstiger Langzeitprognose resultiert daraus. Bei akutem Hüftkopfgleiten bedarf es einer sofortigen Entlastung des betroffenen Beines und einer kurzfristigen operativen Stabilisierung mittels Drähten oder Schrauben, um ein weiteres Abgleiten zu verhindern.

Morbus Perthes

Die Erkrankung tritt zwischen dem 3. und 12. Lebensjahr auf, wobei Jungen etwa 4-mal häufiger betroffen sind als Mädchen. Infolge einer lokalen Durchblutungsstörung des kindlichen Hüftkopfes kommt es zu einem knöchernen Hüftkopfumbau. Dies führt im weiteren Verlauf, anders als bei der Hüftkopfnekrose des Erwachsenen, zu einem Wiederaufbau des untergegangenen Hüftkopfareals. Die betroffenen Kinder leiden in der Regel an belastungsabhängigen Hüft- und / oder Knieschmerzen, schmerzbedingtem Hinken und einer schnellen Ermüdung. Im weiteren Verlauf der Krankheit stellt sich häufig eine zunehmend eingeschränkte Hüftgelenkbeweglichkeit ein.

Privatdozent Dr. Thomas Siebel
Privatdozent Dr. Thomas Siebel

Tel.:
06898 550
Kliniksuche mit dem Körperkompass
Karte KH-Püttlingen KH Sulzbach
Top